Vitalerhaltung als Schmerzbehandlung bei pulpitischen Beschwerden
Die Therapie akuter pulpitischer Beschwerden bei einer irreversiblen Pulpitis besteht traditionell in der Einleitung einer Wurzelkanalbehandlung – meist unter Verwendung einer Ledermix-Einlage, um das akute Entzündungsgeschehen in einen chronischen, schmerzfreien Zustand zu überführen.
Zahlreiche Studien zeigen jedoch, dass die klinische Differenzierung zwischen reversibler und irreversibler Pulpitis nur eingeschränkt zuverlässig möglich ist. Entsprechend ist die Entscheidung für oder gegen eine Wurzelkanalbehandlung im Rahmen einer Schmerztherapie häufig mit erheblicher Unsicherheit behaftet, obwohl sie oftmals ausschließlich auf Grundlage der initialen klinischen Befunde getroffen wird.
Vor diesem Hintergrund wurden nicht nur neue klinische Diagnosekategorien für Pulpaerkrankungen vorgestellt, sondern auch der therapeutische Ansatz bei Zähnen mit pulpitischen Beschwerden hat sich wesentlich verändert. Der Vortrag gibt einen Überblick über Erkrankungen der Pulpa nach verschiedenen Klassifikationen stellt ein modernes Konzept zur Vitalerhaltung von Zähnen mit pulpitischen Beschwerden infolge tiefer kariöser Läsionen vor.