Mittwoch, 01.06.2022
09:15 Uhr

Toxikologie der Fluoride „Fluoride Wunderwaffe – oder doch toxikologisch bedenklich?“

Prof. Dr. Dr. Franz-Xavier Reichl, München
10:45 Uhr Kurs: 9

Kursübersicht

Fluoride (F-) sind wichtige Spurenelemente. Für die kariesprophylaktische Wirkung von F- sollte eine Dosis in Höhe von 0,05 mg F-/kg KG pro Tag zugeführt werden. Im Vergleich mit den aufgenommenen F–Mengen mit den Lebensmitteln ergibt sich hier jedoch ein Mangel der F–Aufnahme sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen in Deutschland.
Ein Übermaß an organischen Säuren in Verbindung mit Bakterien löst den Zahn auf (Kariesbildung). Die Zufuhr von F- hemmt diese Zahnauflösung. Bei Kindern bis zum Alter von 8 Jahren führt die langfristige Überdosierung von F- allerdings zur Störung der Zahnschmelzbildung während der Zahnentwicklung (Dentalfluorose) auch der bleibenden Zähne. Es wird auch die von der zahnärztlichen Zentralstelle Qualitätssicherung erarbeitete aktuelle Leitlinie für Fluoridierungsmaßnahmen erstmals vorgestellt. Fluoride können noch weitere Nebenwirkungen haben.
An der LMU München befindet sich das Internationale Beratungszentrum für die Verträglichkeit von Zahnmaterialien (BZVZ). Patienten mit Unverträglichkeiten gegen Fluoride aber auch gegen alle anderen Zahnmaterialien (z.B. Komposits, Adhäsive, Titan, Prothesen) kann hier geholfen werden (www.dentaltox.com).
Heute ist es möglich zu testen, ob die Ursachen, der oft von Patienten angegebenen unspezifischen Symptome, wirklich Zahnmaterialien (einschließlich der Fluoride) sein können.

 

 

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