Dienstag, 31.05.2022
14:30 Uhr

Gender in der Medizin und Zahnmedizin – die optimale Versorgung?

Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer, Wien
16:00 Uhr Kurs: 4

Kursübersicht

Im letzten Jahrzehnt hat das Interesse an der Gender Medizin deutlich zugenommen. Nicht zuletzt da Gender Medizin zu einer individualisierten Gesundheitsförderung und Medizin führt, die geschlechtsabhängige biologische Prozesse, persönliche Präferenzen, psychosoziale Besonderheiten und Umweltfaktoren miteinbezieht. Geschlechtsreflektierende Ansätze führen zu einem Mehrwert in der Wissenschaft durch bessere Qualität und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse, aber auch in der Gesellschaft und Wirtschaft, wenn zielgruppen-orientiert neue Ideen entwickelt werden, die zu besserer Lebensqualität beitragen.
Physische und psychosoziale Faktoren beeinflussen die Gesundheit von Männern und Frauen ein Leben lang auf unterschiedlichem Wege und haben durch epigenetische Mechanismen Auswirkungen auf zukünftige Generationen. Unterschiede in der Mundhygiene können bspw. die höhere Rate infektiöser Endokarditis von Männern erklären. Auch bei den Ursachen von Zahnverlust zeigen sich geschlechtsspezifische Auffälligkeiten.
Sex- und Gender-gerechte Ansätze in der Medizin helfen Erkrankungen und Komplikationen erfolgreicher vorzubeugen. Deshalb sind diese nicht nur menschlich sondern auch notwendig!

 

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